Neue Routinen als Mama: Warum sich der Alltag wie Überleben anfühlt

Wo stehst du gerade? Volle Tage, grosse Gefühle, viele Todo’s, neue Projekte und jetzt auch noch Ferienzeit… Eigentlich ja eine Zeit, die Vorfreude wecken sollte. Aber weit gefehlt! Jetzt sind ja die Kinder 24/7 zuhause und die Zeit wird noch knapper und das Chaos grösser oder du hast Ferien gebucht und musst packen, dann noch die Wohnung putzen, waschen etc.
Ferienzeit hin oder her unser Alltag als Mamas fühlt sich doch oft mehr nach Überleben als nach Leben an. Alle Gefühle dürfen sein, ja klar, bei allen anderen aber du? Du musst weiter funktionieren: für andere da sein, die Gefühle der Kinder begleiten, Aufgaben erledigen, die Familie versorgen, Termine jonglieren etc. Und wehe, du kommst aus dem Tritt! Puh, das Gefühl von “Ich schaff's einfach nicht.” “Bei den anderen sieht das so easy aus!” “Ich mache irgend etwas falsch.” Egal wie du’s anstellst deine Todo-Liste wird auch nach dem vollen Tag nicht kürzer.
Und dann komme ich und erzähle dir etwas von Me-Time und “Du musst deine Batterien auffüllen.” In diesem Augenblick hört sich das für dich nach “Halt den Rand! Auf welchem Planeten lebst denn du?” an. Alles in dir schreit danach: Me-Time, Achtsamkeit aber in deinem Kopf ist nur ERROR! Für dich nicht möglich! Wie soll das denn gehen!
Glaub mir, ich weiss genau wie sich das anfühlt. Weil ich genau an diesem Punkt stand vor ein paar Jahren. Ich habe versucht alles unter einen Hut zu bringen, allen gerecht zu werden und ich glaube ich hatte es nicht schlecht im Griff, für alle da zu sein. Aber gelebt, gefühlt, geliebt, gelacht, geweint…? Vieles ja, aber nie aus ganzem Herzen sondern oft mit schlechtem Gewissen, Abwertung und Neid.
Zum einen müssen wir erkennen, dass wir genau in diesem Hamsterrad feststecken und uns von unseren Todo’s, den Kindern, dem Partner und dem Job bestimmen lassen, wie unser Tag aussieht. Denn wenn ich immer weiterrenne, bin ich am Abend zwar erschöft, aber weitergekommen bin ich nicht und der Druck das Tempo weiterzugehen, ja nicht zu stolpern, wird immer grösser. Also STOPP, stehen bleiben (solange du noch kannst) einen Schritt zurücktreten und die Situation von aussen betrachten. Erst wenn du stehst und dir einen Augenblick Zeit nimmst, kannst du erkennen und neu entscheiden.
Mindset: Der erste Schritt zu mehr Me-Time
Zum anderen darfst du dein Mindset anpassen! Ganz bewusst neue Gedanken kreieren. Wenn du dich hinstellst und schon glaubst, dass eine Veränderung für dich eh nicht möglich ist, wirst du immer wieder Beweise finden, dass genau das, deine Wahrheit ist. Das ist keine Religion, dass ist ganz einfach Physik. Da wo wir Energie hin geben, da kommt Energie zurück und wenn ich denke “Ich schaff das nicht.” werde ich überall Beweise dafür finden, dass das genau so ist. Denkst du, dass wenn Steve Jobs in seinen Jugendjahren geglaubt hat, dass er ohne abgeschlossenes Studium eh keine Chance hätte, er am Ende da hingekommen wäre, wo er gestanden ist vor seinem Tod? Wahrscheinlicher ist, dass er seinen Weg gefunden hat, der zu ihm passt, auch ohne Abschluss und dass er an das geglaubt hat, was er da tut, auch wenn es in den Anfangszeiten wahrscheinlich unvorstellbar war, was daraus in der Zukunft entstehen würde.
Gute Gedanken sind der Schlüssel zu einer Veränderung. Dein Mindset ist das entscheidende, der Ursprung aller Veränderung. Versteh mich nicht falsch. Du brauchst keine vorgefertigten Affirmationen runterzubeten, an die du sowieso nicht glaubst. Du brauchst für den Anfang lediglich den Glauben, dass es auch für dich möglich ist, ein für dich erfülltes Leben zu kreieren und dass du genau das selber in der Hand hast. Du brauchst nicht zu wissen wie das geht! Der Weg wird sich zeigen, wenn du ihn gehst. Hätte mir vor 6 Jahren irgendjemand erzählt, wo ich heute stehe, ich hätte ihm schlicht nicht geglaubt. Eine Vorstellung davon zu haben, wie du dir dein Leben vorstellst, kann extrem helfen, die ersten Schritte zu machen. und damit sind wir schon beim zweiten Schritt:
Dein Warum finden: Was willst du wirklich?
Finde dein Warum! Was willst du, wie stellst du dir dein Leben vor? Welche Ziele hast du? Manchmal fällt das am Anfang schwer, weil keine Kapazität da ist, sich irgendwie vorzustellen, wie es anders sein könnte, als da wo du gerade drinsteckst. Keine Angst, darauf gehe ich später noch ein.Vielleicht magst du auf deinem nächsten Spaziergang mal die Gedanken schweifen lassen und mach dir mal Gedanken darüber, was dich denn im Moment am meisten belastet, was du gerne anders hättest, wie du dich im Alltag fühlen möchtest. Lasse deinen Gedanken freien Lauf. Wenn du magst, schreib alles auf, mach ein Sprachmemo oder lass die Gedanken einfach stehen. So können sich deine Gedanken langsam Schritt für Schritt lösen und dein Warum wird immer klarer.
Kleine Schritte statt Alles-oder-nichts
Im Enthusiasmus, dass wir endlich gefunden haben, was so lange gefehlt hat - Antrieb und Energie - haben wir die Tendenz unser halbes Leben von heute auf morgen auf den Kopf zu stellen. Eine Morgenroutine zu etablieren, gleichzeitig die Ernährung umzustellen und dann auch noch regelmässig Sport zu machen beispielsweise. Was glaubst du, wie lange würdest du so etwas durchhalten? Vielleicht eine Woche, vielleicht zwei, wenn's gut läuft, aber irgendwann ist das Kind krank, du hast Termine, die sich nicht verschieben lassen, du musst länger Arbeiten und schon fängst du an Abstriche zu machen. Der Sport fällt aus und so verabschieden sich die neuen Routinen langsam wieder aus deinem Leben und du stehst da wie zuvor - und hast den Beweis, dass du es ja eh nicht schaffst.
So geht es natürlich nicht. Fange besser mit kleinen Schritten an und mit klein meine ich wirklich klein. Je nachdem wo du stehst, kann es zum Beispiel sein, dass du am Morgen nicht mit Kaffee in den Tag startest sondern dir 5 Minuten Zeit nimmst - ein Glas lauwarmes Wasser ganz in Ruhe (ohen Handy) trinkst. Jeden Tag! Und wenn dass gut klappt, nimm z.B. eine Meditation dazu. Youtube ist voll mit tollen Anleitungen. Gute Gedanken am Morgen helfen immer. Wenn dir Meditation nichts sagt, such dir ein paar Dehn- oder Mobilisationübungen oder nimm dir Zeit für eine Dusche.
Keine Perfektion: Warum Rückfälle dazugehören
Ganz wichtig bei dem ganzen: Es muss nicht sofort einwandfrei klappen. Es ist in Ordnung, wenn das Leben mal dazwischen kommt. Wenn du mal wieder in alte Muster zurückfällst. Du darfst jeden Tag neu ansetzen. Wichtig sind zwei Dinge:
Du verurteilst dich nicht, dass es nicht sofort klappt.Du machst am nächsten Tag einfach weiter.
Es ist ganz normal, dass sich das Neue am Anfang anstrengend anfühlen kann. Dein Nervensystem rebelliert, weil alles neue ist erst mal unsicher und die Aufgabe deines Nervensystems ist es, dich zu schützen. Wenn du nun mit neuen Gewohnheiten kommst, wird es erst mal rebellieren und anzweifeln, dass das jetzt gut für dich ist. Hier ist das tägliche dranbleiben unbedingt notwendig. Dich bewusst dafür entscheiden einen neuen Weg zu gehen, kann sich erst mal unbequem anfühlen. Stell dir vor, du bist jahrelang auf einer breiten Autobahn gefahren und jetzt biegst du plötzlich in einen überwucherten Pfad ab. Da darfst du zuerst das ganze wieder frei schneiden und den Weg neu trampeln, bis es dann leichter wird.
Der wahre Grund, warum Routinen scheitern: Nährstoffmangel bei der Mama
Ich habe dir versprochen, dass ich darauf zurückkommen werde. Oft haben wir im Familienalltag schlicht keine Kapazitäten um sich um irgendein neues Thema zu kümmern. Da ist keine Kraft und somit keine Energie etwas Neues anzufangen. Etwas das ich heute weiss und ich gern früher verstanden hätte ist, dass unser Körper nur gut funktionieren kann, wenn wir uns darum kümmern ihm gute Nährstoffe zur Verfügung stellen und genau das kommt oft als Mama zu kurz. Und zwar beginnt der Teufelskreis schon kurz nach der Geburt. Denn dann liegt der Fokus auf dem Kind, alle kucken, dass es dem Kind gutgeht, dass das Kind genügend Nährstoffe hat und sich gut entwickelt. Und die Mama? Die bleibt ganz oft unter dem Radar. Kaum jemand fragt danach, ob die Mama gut versorgt ist. Gleichzeitig ist aber genau die Zeit nach der Geburt, wo der Körper heilt, die Hormone sich neu sortieren und gleichzeitig oft so viel Stress und schlechter Schlaf das Leben der Mama bestimmen, die Zeit, wo der Körper grundsätzlich mehr Nährstoffe braucht als im “normalen” Alltag. Folge davon sind ganz oft Störungen in der Hormonbalance, Mangelerscheinungen und absolute Kraftlosigkeit. Woran liegt das? Zwei Gründe dazu: In der Schulmedizin werden eine Vielzahl von Blutwerten gemessen und niemand erklärt dir genau, was das ganze zu bedeuten hat. Und was aus meiner Sicht bedenklich ist: In der klassischen Medizin werden Werte als “normal” bezeichnet, wenn das Risiko für Mangelerscheinungen nicht gegeben ist. Ob die Werte für dich optimal sind, interessiert dann kaum jemand. Jeder Stoffwechsel ist individuell und jede Lebenssituation hat einen anderen Bedarf. Dieser ist insbesondere abhängig vom Lebensstil der betreffenden Person. Und so rutschen gerade Neumamas sehr oft unbemerkt in einen absoluten Nährstoffmangel und entsprechender Erschöpfung und Energielosigkeit, was im Babyalltag, dann als gegeben hingenommen wird. Ist ja ganz normal! Nein, das ist es nicht, nicht in diesem Ausmass.
Nur gut gefütterte Zellen können Energie zur Verfügung stellen und ihre Aufgaben erledigen. Ein Auto fährt auch nur, wenn es richtig betankt wird. Eigentlich einleuchtend oder?
Echt Claudia, jetzt kommst du auch noch damit!
Ja, komm ich! Weil es wichtig ist und oft der Ursprung des ganzen und deshalb kann gute Nahrungsergänzung der absolute Gamechanger sein. Auch hier darf diese wieder einfach sein und muss nicht überfordern. Ich habe selber erfahren, was eine gute Grundversorgung verändern kann. Wenn du keine spezifischen gesundheitlichen Themen hast, brauchst du dafür auch nicht zwingend eine ärztliche Konsultation oder jede Menge Bluttest zu machen. Wichtig ist, dass du ein natürliches Vollspektrum-Multivitamin nimmst, dazu gute Omega3 und immer ein gutes Probiotika-Produkt, das deinen Darm stärkt und dann gib dir mindestens 2 Monate Zeit, in denen du konsequent supplementierst. Ich kann dir keine Wunder versprechen aber es würde mich schon sehr wundern, wenn du dann nicht mehr Kapazitäten für dich und dein Leben haben solltest.
Eine Routine darf dich nicht überfordern! Sie muss einfach sein und in deinen Alltag passen. Es geht nie um Perfektion sondern immer nur um kleine Veränderungen und die tägliche Entscheidung etwas für dich und dein Leben zu bewirken.
Du musst das nicht alleine herausfinden.
Vielleicht spürst du gerade: Ja, genau das brauche ich – einen Neustart. Nicht noch mehr Druck, nicht noch eine Liste, die du abarbeiten musst, sondern jemanden, der mit dir hinschaut. Auf das, was dir wirklich fehlt. Auf das, was dein Körper gerade braucht. Und auf das, was zu dir passt – nicht zu irgendeinem Standard.
Im Herzwertsgespräch nehmen wir uns genau dafür Zeit. Wir schauen gemeinsam, wo du stehst, welche Öle und Nahrungsergänzungsmittel dich auf deinem Weg unterstützen können, und wie ein Neustart aussehen darf, der wirklich zu deinem Alltag passt. Kein Programm von der Stange – sondern ein erster Schritt, ganz auf dich abgestimmt.
Buche dein Herzwertsgespräch – für dich, für deinen Neustart, für ein Leben, das sich wieder nach dir anfühlt.


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