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Warum Kontrolle dich erschöpft – und nicht dein Familienalltag


8:00 Uhr - Ich schliesse die Tür hinter meinen Kindern, die sich auf den Weg zu Schule machen! Auf dem Tisch liegen noch die Resten vom Frühstück, in der Küche ist die Spülmaschine noch nicht ausgeräumt und im Flur steht die Wäsche zum Falten. Die Betten sind noch zerwühlt und ich stehe da und denke mir. “Was ist jetzt der Plan.”

Früher habe ich keine Sekunde überlegt und bin gleich losgesprintet:

  • Tisch abräumen

  • Spülmaschine leeren

  • Küche aufräumen

  • Betten machen

  • Badezimmer reinigen

  • Wäsche falten


Irgendwann, erschöpft auf das Sofa gesunken. Der halbe Vormittag vorbei. “Eigentlich wollte ich doch noch einen Spaziergang machen.” Ein kurzer Gedanken nur und dann fällt mein Blick auf die Uhr. “Ach, herrje! noch schnell die Wäsche wegräumen und dann Zeit mich ums Mittagessen zu kümmern.” Schliessen trudeln die Kinder ja schon bald ein.


In meiner Welt gab es keine Allternative als erst die offensichtlichen Dinge zu erledigen, bevor ich in irgend einer Art zur Ruhe kommen kann. Aber irgendwann habe ich verstanden: Es war nicht der Haushalt, die unzähligen Todos, die mich zu einer erschöpften Mutter machten sondern die mentale Belastung, der unsichtbare Mental Load, mein Streben nach Perfektion und die Angst davor, keine Fehler machen zu dürfen und nur ja nicht zu scheitern.


Wenn ich die gleiche Situation heute habe sieht das ganz anders aus. Ich nehm mir ein Glas Wasser oder einen Kaffee, setz mich hin und dann schreib ich mir auf, was heute ansteht. Da kommt das Aufräumen natürlich auch mit drauf. Da stehen aber noch so Dinge wie 20min Spazieren gehen. Mit meiner Mama telefonieren. Einen Arzttermin fürs Kind vereinbaren. Wenn ich alles aufgeschrieben habe, setze ich Prioritäten. Ich überlege mir, was ist wichtig, was ist dringend, was kann warten, was will sofort erledigt sein. Und das wichtigste: Was brauche ich gerade dringend?


Und wenn ich das Bedürfnis habe, mich zu bewegen, dann hat das die oberste Priorität. Der Haushalt hat nämlich keine Bedürfnisse. Nein, wirklich nicht. Der wartet…


Was ist der Unterschied?


Die Frage die darunter liegt ist der Schlüssel - und das ist sie im übrigen immer:


Worum geht es wirklich?

Die meisten von uns sind ja mit Sätzen aufgewachsen wie “Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.” oder “Du musst etwas leisten, damit du geliebt wirst.” Es sind diese Glaubenssätze, die wir verinnerlicht haben. Wir haben gelernt, wir sind dann sicher, wenn wir uns daran halten und das ist der Grund, weshalb unser Nervensystem anfängt zu flattern, wenn wir dagegen handeln. Unser System fängt an zu rebellieren! Was tun wir dagegeben: Wir versuchen zu jederzeit alles unter Kontrolle zu halten.


Kontrolle = Sicherheit

Die Kontrolle ist es

  • die wir so gerne behalten

  • die wir so ungerne abgeben.die uns beschützt

  • die uns aber auch erschöpft

  • die uns überfordert

  • die uns an unsere Grenzen bringt.


Die Kontrolle gibt uns Sicherheit. Die Kontrolle nimmt uns aber auch die Chance

  • frei zu sein!

  • selbstbestimmt zu handeln!

  • Gefühle zuzulassen!

  • sich selber in der Tiefe zu spüren!

  • das Leben zu fühlen!


Wir dürfen lernen Kontrolle loszulassen und (wieder) zu vertrauen.


Was um alles in der Welt hindert uns daran, die Kontrolle abzugeben. Dieses Streben nach Perfektion. Dieses Verurteilen, wenn etwas anders läuft als geplant, diese negative Bewertung von Fehlern. Was um Himmels willen lässt uns immer wieder daran festhalten?


Es ist die Angst!

  • Die Angst vor dem Scheitern.Die

  • Angst, dass wir den Erwartungen nicht gerecht werden.

  • Die Angst, dass uns die Kinder irgendwann auf der Nase rumtanzen.

  • Die Angst vor Gefühlen - unseren eigenen gleichermassen wie der der Kinder.

  • Die Angst davor, nicht dazuzugehören.


Als ich diese Zusammenhänge das erste Mal gehört habe, war da erst eine innere Abwehr: “Was hat meine Erschöpfung mit Kontrolle, Perfektion und der Angst vor dem Scheitern zu tun? ”Es ist einer dieser Gedanken die - einmal gehört - nicht mehr aus dem Kopf gehen.


Immer wieder in den verschiedensten Situationen - die scheinbar nichts miteinander zu tun haben - habe ich festgestellt, dass ich versuche, die Kontrolle zu halten, dass ich nach Sicherheit suche. Dass ich nicht loslassen kann oder will, weil mein Nervensystem sonst verrückt spielt, weil es sich gar nicht nach der Leichtigkeit anfühlt, die doch alle versprechen.


Ja, Kontrolle loslassen fühlt sich erst mal crazy an. Alles in dir sträubt sich, du bekommst vielleicht Bauchschmerzen, Herzrasen, Panik auf alle fälle purer Stress für dein ganzes System.


Und das soll jetzt gut sein?


JA, der erste Schritt raus aus der Kontrolle hinein ins Vertrauen bringt dein System an die Grenze bzw. darüber hinaus und es rebelliert dagegen. Denn es ist darauf programmiert und trainiert, für deine Sicherheit zu sorgen und das was du gerade tust, fühlt sich nicht sicher an:

  • du entspannst bevor dein Haushalt tiptop ist

  • du gehst ungeschminkt aus dem Haus

  • du lässt die Betten ungemacht


Je mehr dein System aber die Erfahrung macht. Es ist sicher, all diese Dinge nicht mehr zu tun. Es ist sicher zu vertrauen! Je weniger wird es in Zukunft reagieren. Bis du irgendwann völlig ruhig solche Situationen meistern kannst.


Was kannst du also tun um dein Nervensystem zu trainieren?

Du machst ganz kleine Schritte. Nur gerade so gross, dass du deine Komfortzone verlässt, aber nicht so gross, das Scheitern vorprogrammiert ist. Wir wollen ja Erfolgserlebnisse.


Ich bin sicher, dir kommen viele Kleinigkeiten in den Sinn, die dir heute Herzflattern verursachen aber wenn du’s rational betrachtet keinen Unterschied machen. Der Wäsche zum Beispiel ist es Wurst, ob du sie jetzt oder in einer halben Stunde oder am Abend oder gar nicht faltest. Es sind deine Erwartungen, deine Vorstellungen, deine Glaubenssätze, dein Denken, dass dein Nervensystem in Aufruhr bringt.


Der Haushalt hat keine Bedürfnisse - du schon!

Und das ist ja die gute Nachricht: Du hast die Macht neue Glaubenssätze für dich zu verinnerlichen, die Erwartungen neu zu definieren und deine Gedanken zu beeinflussen. Niemand anders kann deinen Blick auf deine Alltagssituationen verändern! Du hast die Macht und auch die Verantwortung dafür.


Es geht nicht darum, dass du von heute auf morgen, dein komplettes Leben umkrempelst. Denn dann würde genau das passieren, was wir nicht wollen. Mit zu hohen Erwartungen kreierst du dir den Beweis, dass du es ja doch nicht schaffst und wirst genau da bleiben. In der Kontrolle, in der Angst, Fehler zu machen und dieser Zustand ist der wohl grösste Grund deiner Erschöpfung. Starte mit kleinen Schritten, dann ist deine Erfolgschance riesengross und dein System lernt Schritt für Schritt, dass Vertrauen zu haben, etwas wunderschönes, befreiendes und energiespendendes ist.

Du wirst nach einiger Zeit spüren, dass Situationen, die dich heute erschöpfen plötzlich Energiespender sind. Das Tatsachen, die dich früher komplett gestresst haben, heute innerlich komplett ruhig lassen und du wirst fühlen, dass das deinen kompletten Familienalltag verändert.


Denn Veränderung beginnt nicht im Aussen. Veränderung beginnt immer in dir!

Stell dir vor, du müsstest nicht mehr ständig funktionieren.

Stell dir vor, ein unaufgeräumtes Zimmer würde deinen Puls nicht mehr hochtreiben.

Stell dir vor, die Gefühle deiner Kinder dürften da sein, ohne dass du sie sofort lösen musst.

Stell dir vor, du würdest dir selbst wieder vertrauen.


Genau darum geht es in Mama 2.0.


Nicht um noch mehr To-dos.

Nicht um die perfekte Mutter zu werden.


Sondern darum, die Kontrolle loszulassen, die dich erschöpft – und zurückzufinden zu mehr Ruhe, Energie und echter Verbindung zu dir selbst.


Wenn du bereit bist, diesen Weg zu gehen, findest du hier alle Informationen zu Mama 2.0.



 
 
 

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